Mayrhofen Magazin

Mit runden Reifen auf flachen Strecken rund um Mayrhofen

Es gibt ungefähr 77 Dinge, die ein Radsportler zu Saisonbeginn tun und wissen muss. Grundsätzlich ist es nämlich so: Während richtige Sportskanonen im Winter Skitouren- und Laufen gehen (falls der Schnee mitspielt), ruht sich der Durchschnitts-Tiroler auf Weihnachtsgebäck und Festtagsmenüs aus. Das dehnt vielleicht den Magen, wirkt sich aber negativ auf die Kondition aus. Dass man nach einem solchen Alternativ- „Training“ dann nicht gleich mit dem Bike zum Schlegeis Stausee hochkommt, ist naheliegend. Man sollte also sich und sein Rad in Ruhe „einradeln“ – Tiroler nennen es auch gerne einen „generellen Materialtest“.

Radsporttraining Zillertal

Gerade im Frühjahr sollte man sich warm anziehen.
Foto: Socialweb

Fahren mit Herz.

Wer mit Kopf Rad fährt, achtet meistens aufs Herz. Egal ob mit Rennrad, Mountainbike oder Trekking-Bike. Beim „Einradeln“ fährt man flache Strecken und versucht nicht über eine gewisse Pulsfrequenz zu kommen. Vor allem, wenn man davor länger nichts getan hat. Das schlägt nämlich sofort auf Körper und Immunsystem Deswegen gilt der Leitfaden: Das Idealtraining läuft im Bereich von 50 % bis 70 % der maximalen Herzfrequenz. Vor Beginn des Fitnessprogramms sollte ein Arzt die maximale Herzfrequenz messen. Die Faustformel für den richtigen Übungspuls lautet 180 minus Lebensalter minus 10 bis 15 Schläge.

Fahren mit Wärme.

Radsporttraining Zillertal

Immer flach auf 31 Kilometern – der Zillertalradweg
Foto: Socialweb

Bis in die buntschillernden 80er-Jahre war an eine komfortable Radbekleidung nicht zu denken. Dicke Baumwolljerseys machten die Rennfahrer schnell zu „Wasserträgern“, weil der Körperschweiß nicht nach außen transportiert wurde. Heute halten Materialien wie Gore-Tex oder Polyester den Körper trocken. Zusätzlich schützen Windstopper-Einlagen vor der lästigen Zugluft. Voraussetzung für die Funktion der Bekleidungsstücke ist allerdings, dass die darunter getragene Wäsche ebenfalls leitfähig ist – Baumwollshirts sind hier fehl am Platz! Unter den Radhosen wird grundsätzlich keine Unterwäsche getragen. Sie würde Druckstellen verursachen. Wirklich! Ach ja: Ein Helm gehört zur Radbekleidung dazu wie Luft im Reifen.

Radtraining Zillertal

Mit dem Mountainbike am Penken
Foto: Michael Werlberger

Fahren ohne Anstieg rund um Mayrhofen.

Als absoluter Klassiker zum Einradeln bietet sich der 31 Kilometerlange Zillertalradweg an. Von Mayrhofen radelt man auf Kies und Asphalt flach entlang der Ziller bis nach Strass. Da kann man auch seine Kinder mitnehmen. Nörgeleien sind auf dieser Strecke nämlich eher nicht zu erwarten. Das hat mehrere Gründe. Ersten findet man auf der Radstrecke immer wieder Möglichkeiten zum Rasten und Einkehren. Zweitens ist die Strecke so flach, dass man schon wirklich sehr schnell radeln muss um ins Schwitzen zu kommen – und dabei kommt man sowieso in einen zu hohen Pulsbereich, ergo verboten. Drittens kann man schummeln und die Zillertalbahn nehmen. Aber das ist wirklich nur als Notlösung zu empfehlen, es widerspricht ja dem Grund dieses Artikels.

Kaum Höhenmeter, alpines Feeling und Panorama: Die Penken-Panorama-Tour leicht. Es sind zwar ein paar Höhenmeter dabei, aber die Mountainbike-Tour beginnt an der Bergstation der Penkenbahn und führt über das Penkenjoch, durch das Horbergtal zurück nach Mayrhofen. Mit der Seilbahn dauert es nur acht Minuten vom Zentrum Mayrhofens bis auf 1790 Metern Höhe. In der Penkenbahn können die Bikes bequem und jederzeit mitgenommen werden. Von der Bergstation führt die Route entspannt vorbei am Restaurant Bergrast und der Pilzbar über einen breiten, gut ausgebauten Schotterweg leicht bergauf zum Penkenjoch. Von dort radelt man steil bergab durch das schöne Horbergtal, am Ziller entlang zurück nach Mayrhofen.

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Biken · zillertal-tourdata
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