Mayrhofen Magazin

Murmeltiersalbe aus den Tiroler Bergen

Murmeltier

Seit Jahrhunderten ist das Murmeltier in der Tiroler Alpenregion beheimatet und wird auch dort von den Einheimischen sehr geschätzt. Das Wissen über das wohltuende Murmeltierfett, wird seit vielen Generationen als altes Hausmittel eingesetzt und weitervererbt.

Murmeltiersalbe und ihre Heilkraft

Landschaft der Tiroler Berge

Tiroler Alpenregion
Foto: Naturpark Zillertaler Alpen

Seit jeher ist die Murmeltiersalbe in der Tiroler Alpenregion als Heilmittel für die Überbeanspruchung des gesamten Bewegungsapparat bekannt und gilt als natürlicher Ersatz von Cortison. Ganz besonders Holzknechte und Bergbauern, die harte Knochenarbeit leisten müssen, schätzen diese Einreibung als Gelenksschmiere. Die Anwendungsbereiche reichen von der Nacken- & Schulterpartie über die Rückenmuskulatur und Wirbelsäule bis zu den Beinen, Füßen und Armen. Dünn aufgetragen zieht die Salbe schnell in die betreffenden Hautbereiche ein. Die Durchblutung wird gefördert, sodass sich die Beschwerden schnell bessern können und erfrischt zusätzlich nach anstrengenden Freizeitaktivitäten. Zudem verfügt die Murmeltiersalbe aufgrund ihrer natürlichen Inhaltsstoffe über einen angenehmen Kräuterduft.

Murmeltieröl als Basis der Murmeltiersalbe

Murmeltierfett

Das Murmeltierfett ist sehr reich an Vitaminen.
Foto: Grenzgaenge

Hergestellt wird diese Salbe auf der Basis des Murmeltieröls. Es handelt sich dabei um das Fett, welches sich die Tiere vor ihrem ausgiebigen Winterschlaf angefressen haben, um den Winterkörperlich zu überdauern. Durch die vielen Gräser und Kräuter die das Murmeltier zu sich nimmt, ist das Murmeltierfett sehr reich an Vitaminen. Es enthält nicht nur Vitamin D und VitaminE, sondern weist auch einen hohen Gehalt an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren auf. Aus diesen Fettpolstern wird das Murmeltieröl hergestellt und bietet so die Basis für die Murmeltiersalbe.

 

Die Herstellung der Murmeltiersalbe

Damit die wichtigen Inhaltsstoffe bei der Zubereitung nicht verloren gehen, wird die Murmeltiersalbe besonders schonend hergestellt. In der Regel enthält das reine Murmeltierfett nur 10 – 13 Prozent Wasser. Um es als Murmeltieröl weiterverarbeiten zu können, wird das Fett unter Einwirkung von Hitze geschmolzen – je heller das Murmeltieröl, desto besser ist die Qualität.
Diese Vorgehensweise erinnert sehr an das Auslassen von Schweineschmalz. Das Öl bleibt nach dem Auslassen flüssig und stockt nicht. Und genau dieses Murmeltieröl, wird für die Herstellung der Murmeltiersalbe benötigt.

Murmeltiersalbe selbst gemacht

Um diese Salbe selbst herstellen zu können, benötigt ihr:

Herstellung der Murmeltiersalbe

Rezept Murmeltiersalbe
Foto: Birgit Fischer

Zubereitung:
Das Bienenwachs wird gemeinsam mit dem Murmeltieröl unter ständigem Rühren schonend erwärmt. Damit das Öl nicht verbrennt, unbedingt darauf achten, dass die Temperatur des Öls nicht zu heiß wird.
Sobald das Wachs geschmolzen ist, so lange weiterrühren bis die Flüssigkeit abgekühlt ist. Durch Zugabe von Latschenkiefernöl verleiht ihr eurer Salbe einen frischen und angenehmen Duft.
Nach wenigen Minuten wird die Flüssigkeit bereits schon etwas dicker und ihr könnt die flüssige Salbe in die vorbereiteten Salbentiegel umfüllen. Gebt darauf Acht, dass ihr die Tiegel erst nach dem vollständigen Abkühlen verschließt.

Geschafft und fertig ist eure heilende Murmeltiersalbe!

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Murmeltiersalbe aus den Tiroler Bergen
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Seit jeher ist die Murmeltiersalbe in der Tiroler Alpenregion als Heilmittel bekannt.
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